Unsere Schule
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Die Geschichte unserer Schule

Die leider nicht gehaltene Ansprache von Direktor OStR Mag. Friedrich Gonaus beim geplanten Festakt zu unseren Schuljubiläen am 28. April 2020, der leider der Corona-Krise zum Opfer fiel, bietet einen kurzen Einblick in die Geschichte unserer Schule.

"Die ersten Bemühungen zur Errichtung einer Bundes-Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen in St. Pölten gehen auf einen Antrag des Amtes der NÖ Landesregierung an den Landesschulrat für NÖ im Jahr 1964 zurück. »Gut Ding braucht Weile!« – Erst fünf Jahre später, am 27. Juni 1969, wurde schließlich dem Unterrichtsministerium ein entsprechender Antrag übermittelt. Im Jänner 1970 kam es zwischen Vertretern des Landesschulrates und der Stadt St. Pölten zu Besprechungen bezüglich der Unterbringung. Die Stadt erklärte sich bereit, bis zur Errichtung eines eigenen Schulgebäudes bei der Beschaffung provisorischer Räumlichkeiten behilflich zu sein.

Am 1. Juli 1970 traten von 96 angemeldeten Kandidatinnen 68 zur ersten Eignungsprüfung an. 36 wurden aufgenommen, 28 wegen Platzmangels abgewiesen. »Platzmangel« ist – nebenbei bemerkt – das Unwort, das uns bis heute verfolgt! Unter der provisorischen Leitung von HR Dr. Sigloch, dem damaligen Direktor des Musisch-pädagogischen Bundesrealgymnasiums St. Pölten, begann im Sept. 1970 der Schulbetrieb im Gebäude unserer Nachbarschule. Der Unterricht war in den Folgejahren auf sieben Gebäude aufgeteilt – die räumlichen Distanzen waren damals der körperlichen Ertüchtigung des Lehrkörpers durchaus förderlich.

Nach der Verselbständigung im Jahr 1972 wurde die Schule bis 1976 von Dr.in Maria Nicolini geleitet. 1972 wurde auch der erste Antrag auf Errichtung eines eigenen Schulgebäudes gestellt. Der Baubeginn erfolgte im Februar 1976, und am 20. Dezember 1978 wurde vom Bundespräsidenten Dr. Kirchschläger die feierliche Eröffnung vorgenommen. Das Tempo damals war also im Vergleich zu heute, wo wir schon 13 Jahre auf die dringend notwendige General-
sanierung und Erweiterung warten, geradezu atemberaubend schnell.

Von 1976 bis 1999 stand HR in Mag.a Elisabeth Schmid an der Spitze der Schule. Das war die Phase, in der bezüglich der Schulentwicklung die größten Meilensteine gesetzt wurden: 1980, also vor 40 Jahren, wurde der Schulversuch »Bildungsanstalt für Erzieher« – die heutige Sozialpädagogik – gestartet, ein fünfjähriger Lehrgang mit abschließender »Reife- und Befähigungsprüfung«. 21 Burschen und Mädchen aus Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark saßen in der 1. Klasse.

1985 wurde die vierjährige Ausbildung für Kindergärtnerinnen auf fünf Jahre – ebenfalls mit Maturaabschluss – erweitert. Nach Auflösung der Bildungsanstalt für Arbeitslehrerinnen, die im gleichen Gebäude beheimatet war, konnten ab 1986 alle Räumlichkeiten von uns genutzt werden.

1987 gab es parallel zur fünfjährigen Ausbildung den ersten Schritt Richtung Erwachsenenbildung, indem das erste Tageskolleg für Erzieher gestartet wurde. Seit 1989 bieten wir einen berufsbegleitenden Lehrgang für Sonderkindergärtnerinnen an, seit 1992 auch ein berufsbegleitendes Kolleg für Erzieher.

1993 erfolgte die Umbenennung der Bildungsanstalt für Erzieher in Bildungsanstalt für Sozialpädagogik. 1998 wurde im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit unser »Institut für Erwachsenenbildung« gegründet, über das wir Lehrgänge für Studienberechtigungsprüfungen anbieten und in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsinstitut Berufsreifeprüfungen ermöglichen.

1999 übernahm OStR Dr. Günter Strack die Leitung der Schule, die er 2003 an HR Mag. Edmund Lobinger übergab. In dessen Amtszeit wurde 2012 erstmals auch ein Kolleg für Kindergartenpädagogik eröffnet. Seit 2014 darf nun ich die Geschicke der Schule leiten. Der vorläufig letzte Schritt in den zahlreichen Umbenennungen erfolgte 2016, als aus der Kindergartenpädagogik die Elementarpädagogik wurde.

Als ich 1980 die Unterrichtstätigkeit an der Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen und Erzieher aufnahm, wurde ich zum einen immer wieder gefragt: »Was ist das eigentlich für eine Schule?«, zum anderen stellten selbst ernannte »Experten« schon damals fest: »Euch wird es ohnedies nicht mehr lange geben!« Das Damoklesschwert der Tertiärisierung unserer Schultypen schwebt hartnäckig bis heute über uns, aber – wie sich zeigt – Totgesagte leben länger, und wir erfreuen uns nach wie vor – symbolisch gesprochen – bester Gesundheit. Bis heute ist das starke Interesse an unseren Bildungswegen ungebrochen, und wir sind stolz darauf, junge Menschen auszubilden, die dann in ihren pädagogischen Berufsfeldern einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden gesellschaftlichen Entwicklung leisten.

Die Zahlen, die ich Ihnen nun abschließend nennen kann, sind wohl der beste Beleg für die positive Weiterentwicklung unseres Schulstandorts: 1970, also im Gründungsjahr der heutigen Elementarpädagogik, gab es eine Klasse mit 36 Schülerinnen und 14 Lehrkräften; 1995 wurden in 23 Klassen 513 Schüler*innen von 72 Lehrer*innen unterrichtet. Weitere 25 Jahre später, also heute, führen wir 25 Klassen und beherbergen 717 Schüler*innen sowie 91 Lehrer*innen. Dazu betreuen wir noch in unserem Praxiskindergarten und Praxishort insgesamt etwas mehr als 200 Kinder und Jugendliche. Ohne die seit Jahren dringend notwendige Generalsanierung und Erweiterung des Schulgebäudes haben wir damit allerdings unsere Kapazitätsgrenze erreicht.

Dieses gute Standing in der Bildungslandschaft Niederösterreichs ist nur möglich, weil sich alle, die hier ein- und ausgehen, mit dem, was sie tun, identifizieren und hervorragende Arbeit leisten. Daher ist es mir ein großes Anliegen, mich heute auch bei allen für ihr Engagement zu bedanken: bei den beiden Abteilungsvorständinnen, der Administratorin, bei allen Kolleginnen und Kollegen, bei den beiden Damen im Sekretariat, den Schulwarten und der Schulärztin sowie bei den Pädagoginnen und Betreuerinnen im Praxiskindergarten und Praxishort. Vielen Dank!!"

Friedrich Gonaus

Bundes-Bildungsanstalt für Sozial- und Elementarpädagogik
A-3100 St. Pölten, Dr. Theodor Körner-Straße 8

T: +43 (0) 27 42 74 354, F: +43 (0) 27 42 71 684

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